| Wolfgang Schäfer
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Bernhard Harig |
Dr. Hansjörg Schneider |
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Es handelt sich um einen einstufig aerodynamisch stabilisierten Raketenflugkörper mit Feststoffantrieb, einer Doppel-Timerelektronik, einer Haupt- und Ersatzfallschirmkammer. Die experimentelle Nutzlast besteht aus einem beschleunigungsabhängigen biologischen Experiment in dem nachgewiesen werden soll, dass bei hohen g-Kräften die Erythrozytenmembran (Membran der roten Blutkörperchen) mechanisch geschädigt wird. Technische Beschreibung: Länge: 1113 mm Zellendurchmesser: 70 mm Flossenspannweite: 260 mm Startmasse gesamt: 2100 g Zellenbauweise: 5 verschraubte Einzelsegmente aus 1,5 mm Phenolharzlaminat. Aerodynamische Raketenspitze aus GFK-vertärktem Epoxydharz. |
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Raketenmotoren : 4 x F 100 Hersteller : FSI (USA) Gesamtimpuls: 200 Ns Spitzenschub: 640 N Max. Beschleunigung: 32 g Brenndauer der Motoren : 0,5 sec. Höhe bei Brennschluss: 23 m Maximale Höhe: 378 m Max. Geschwindigkeit: 90 m/s (324 km/h) Gipfelpunktflugzeit: 8,8 sec. |
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Bild links: Timerelektronik Rechenparameter : cw=0,4 Startwinkel 89o Vorfallschirm der Haupt- und Ersatzkammer : 500 mm Durchmesser, 6 Segmente, Seide. Hauptfallschirme Haupt- und Ersatzkammer : 1000 mm Durchmesser, 12 Segmente, Seide. Bordspannung : 9 Volt Blockbatterie Peripherie am Standort : Startgestell aus Aluminiumprofilen und elektron. Zündanlage. |
![]() Carl Neubrunner (links) und Dr. Schneider |
Bemannte interstellare Raumfahrt ist limitiert von auftretenden physikalischen Kräften einerseits, andererseits von Bau und Funktion biologischer Systeme und ihrer Einzelkomponenten. Ein wichtiges Teil dabei ist der Erythrozyt - das rote Blutkörperchen. Sein Gastransport macht menschliches Leben in unserer Form erst möglich. Die Suche der g-Grenze für Blutzerfall Bei welcher Beschleunigung beginnt die Auflösung (Haemolyse) der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ? Die Antwort ist in der Raumfahrt von großer Wichtigkeit. |
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Der Start erfolgte mit vier Motoren (F-100 FSI USA) ohne Störung. Durch den hohen Impuls konnte der Flugkörper nur schwer mit den Augen verfolgt werden. Der Vorfallschirm wurde korrekt ausgeworfen. An diesem erfolgte nun unplanmässig die Landung mit überhöhter Geschwindigkeit, der Hauptfallschirm blieb geschlossen. Erfahrungsgemäss war der Aufschlag jedoch nicht höher als die Startbeschleunigung. Das Experiment konnte nun ausgewertet werden. |
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Diese standardisierte medizinische Laboruntersuchung sei hier nur kurz beschrieben. Rote Blutkörperchen platzen -ähnlich wie eine Wurst im Wasser- wenn ein Konzentrationsgefälle der Ionen ein übermässiger Innendruck der Zelle auftritt. Dazu werden sie einer fallenden hypotonischen Reihe von Kochsalzlösungen ausgesetzt. Dabei wandert solange Wasser in die salzhaltige Umgebung der Erythrozyten bis gleiches Niveau erreicht ist. Sollte zuvor das potentielle Volumen im Innenraum überschritten werden, reisst die Außenwand. Die Blutzelle wird zerstört. Vorgeschädigte Erythrozytenwände bieten eine geringere Resistenz als gesunde.
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Nach Absetzen der Blutröhrchen zeigte sich bereits in allen Probenröhrchen mehr oder weniger starke Rotfärbung des Plasmas. Teilhaemolyse war bereits erfolgt. Die osmotische Verdünnungsreihe wurde dann nur noch zu Übungszwecken fortgesetzt. Blutzerfall bei zerfallenem Blut nachzuweisen, ist unsinnig. Insgesamt kann nach diesem Versuch festgestellt werden: Die Grenze für den beginnenden Blutzerfall liegt unter 33 g Beschleunigung. Der Impuls unserer vier Triebwerke lag zu hoch. |
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