
Die Ausschreibung der Herrmann-Obert-Gesellschaft (HOG)
für einen Ideen-Wettbewerb in der Experimental-Klasse war der Startschuss
zu einer interessanten Messgeräte-Entwicklung. Die Idee ein solch delikates Messinstrument wie einen Geigerzähler mit gläsernen Zählrohr und Telemetriesender mit einer selbstgebauten Rakete zu paaren, stellte eine neue technische Herausforderung dar. Das von uns entwickelte Gerät ermöglicht gefahrlose radioaktive Fernmessungen in einem Umkreis bis ca. 5 km. |
![]() Antenne mit Senderplatine, Geiger-Müller-Zählrohr und dessen Elektronikplatine |


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![]() Zweifach-Timer zur Aktivierung des Falschirmbergungssystems |
Herz dieser Rakete, die weich an einem Fallschirm im Zielgebiet
landet, ist ein Telemetriesender, der die gewonnen Messdaten an
die in sicherer Entfernung stehende Empfangsstation übermittelt.
In dem ersten gebauten Prototyp konnten viele widersprüchliche
Forderungen wie z.B. geringes Gewicht bei hoher mechanischer
und thermischer Stabilität, oder hohe Senderreichweite bei
niedrigem Stromverbrauch, geringen Bauteilkosten und einer
möglichst kleinen mechanisch unempfindlichen Antenne,
zu einem guten Ergebnis vereint werden.
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Kurzbeschreibung der Experimentalrakete "Flash" Einstufig, aerodynamisch stabilisierter Raketenflugkörper mit Feststoffantrieb und strahlenmesstechnischer Nutzlast für Messaufgaben an stark kontaminierten Orten. (Die Daten die sich auf den ISARD –Raketenmotor beziehen, sind zur Zeit noch Ergebnisse eines Computer-Simulationsprogramms) |
![]() Rakete mit Funkempfänger und Impulszähler zur Übertragung und Auswertung der gemessenen Radioktivität. |
Maße und Gewichte:
Startgewicht : 1400 g (mit 4 Held 5000 110 Ns ) 4000 g (mit ISARD 1126 Ns) Rumpfdurchmesser: 70 mm Flossenspannweite : 250 mm
hochtemperaturbeständig
Zeitsteuerungen und Fallschirmbergungssystem, temperatur- und strahlungsbeständig
Empfindlichkeit: Bestrahlung ab 1 MeV, Gammastrahlung von 20keV bis 2 MeV, Nullzählrate 2 Hz |
![]() Wolfgang und Sebastian beim Aktivieren der Messonde |
![]() Ein Start wie er schöner kaum sein kann ! |
Datenfernübertragung: Konstante 2-Kanal-Meßwertübermittlung im FSK-System Kanal 1 : Strahlungsintensität Kanal 2 : Bordspannung Übertragungsreichweite: ungünstige Bedingungen: 2 km günstige Bedingungen : 10 km mit erhöhtem Aufwand : 70 km Lebensdauer: konstante Messübertragung: 72 h Antriebe und Flugreichweiten: 4 Held 5000 (110 Ns) : 0,6 km 1 ISARD (1126 Ns) : 4,521 km) Max. Flughöhe und Geschwindigkeit: 265 m 68 m/s = ca. 250 km/h bei 110 Ns 1754 m 285 m/s = ca. 1043 km/h bei 1126 Ns errechnete Daten bei CW=0,3 |
![]() Nach einem tollen Flug... |
![]() ...folgt eine sichere Landung |
Ergebnis nach dem Flug: Nach einem Bilderbuchstart konnte während des Fluges und nach der planmäßigen Landung am Fallschirm keine erhöhte Radioaktivität im Start und Landegebiet nachgewiesen werden. Das Messgerät zeigte die normale Umweltradioaktivität an. Fazit: Zumindest im Gebiet um Roggden hatte der Unfall von Tschernobil keinen radioaktiven Einfluss gehabt. |